Schaffung einer Quote für Grüngas

Übergeordnete Ziele
- Eine europarechtskonforme gesetzliche Regelung mit einem indikativen Zielpfad hin zur Klimaneutralität zum Jahr 2045.
- Eine langfristige Perspektive für erneuerbare Gase, die Sicherheit für Infrastruktur, Abnehmer, Kunden und Produzenten schafft.
- Die Nutzung aller erneuerbaren Bioenergiepotentiale und Steigerung der Nutzung von erneuerbaren Energien und Energieimporten aus Europa gemäß der RePowerEU.
- Eine Unterquote für die spezifische Förderung von fortschrittlichen erneuerbaren Gasen nach Vorbild der in der Treibhausgasminderungsquote im Verkehr.
Anforderungen an den regulatorischen Rahmen
Die Grüngasquote soll konsequent auf die Klimaneutralität 2040 ausgerichtet und mit einem klaren, ambitionierten Anstiegspfad ausgestattet sein.
Alle nachhaltigen Optionen zur Erfüllung der Quote – unabhängig von ihrer technologischen Grundlage oder ihrem Anwendungsbereich – sollen berücksichtigt werden, um Synergien zwischen den Sektoren zu schaffen.
Die Schaffung eines Quotenmarktes ermöglicht die Handelbarkeit der Erfüllungspflichten und erhöht Effizienz und Transparenz.
Die Nachfrage nach grünem Gas schwankt stark mit der Außentemperatur (z. B. im Wärmesektor). Ein Flexibilitätsmechanismus sorgt dafür, dass diese Schwankungen abgefedert und Versorgungsengpässe vermieden werden.
Unternehmen sollen die Möglichkeit haben, ihre Verpflichtungen bilanziell zu erfüllen, anstatt ausschließlich physisch. Dies erleichtert die Umsetzung und reduziert operative Hürden.
Die zeitlich flexible Nutzung von Überschüssen (Banking) oder Vorabnutzung zukünftiger Quotenanteile (Borrowing) schafft Planungssicherheit und erleichtert den Übergang zu höheren Quoten.